Circular Economy im Überblick

Weg von einer linearen hin zu einer zirkulären Verpackungsindustrie

Verpackungen spielen eine wesentliche Rolle in unserem heutigen Leben und tragen durch die Bewältigung der großen globalen Herausforderungen zum Wohlbefinden unserer Gesellschaft bei. Insbesondere die Beliebtheit von Kunststoffverpackungen hat in den letzten 50 Jahren zugenommen, weil sie eine hohe Leistungsfähigkeit mit geringem Kostenaufwand verbindet. Aber Kunststoffverpackungen stellen auch eine große Herausforderung dar, denn sie sind Teil eines aussterbenden linearen Systems, in dem das Prinzip „Take, Make, Use, Dispose“ gilt.

Um den heutigen Konsumgewohnheiten gerecht zu werden, bräuchten wir bereits drei Erden in der industrialisierten Welt– doch wir haben nur die eine.

Deshalb geht es nicht nur darum, bestehende Verpackungslösungen zu verbessern, sondern Verpackungen auf ein neues Modell zu übertragen – weg von einer linearen und hin zu einer zirkulären Wirtschaft, in der das Wirtschaftswachstum nicht länger mit der Verwendung endlicher Ressourcen verknüpft ist und Wohlergehen unter Wahrung der natürlichen Grenzen unseres Planeten möglich wird. Durch den Übergang von einem linearen zu einem zirkulären Modell wird die Menge der Ressourcen, die in das System gelangen, begrenzt, ihre Nutzung entlang der Wertschöpfungskette maximiert und die Erzeugung von Abfall gestoppt.


Eine Circular Economy basiert auf diesen drei Prinzipien: Abfall und Umweltverschmutzung beseitigen, Produkte und Rohstoffe wiederverwenden sowie Systeme der Natur regenerieren.

Grundsätzlich unterscheidet man in der Circular Economy zwei verschiedene Zyklen: die Biosphäre und die Technosphäre. Die Biosphäre umfasst Verbrauchsmaterialien wie biologisch basierte Stoffe, z.B. Lebensmittel, Holz oder Baumwolle, die darauf ausgelegt sind, durch Zersetzungsprozesse in das System zurückgeführt zu werden. Sprich: Es werden biologische Systeme regeneriert, die erneuerbare Ressourcen bereitstellen. Die Technosphäre bezieht sich auf langlebige Güter und umfasst die Schaffung von Dienstleistungsgütern, Teilen und Materialien, die durch Strategien wie Wiederverwendung, Reparatur, Wiederaufarbeitung, Überholung oder Recycling zurückgewonnen und wiederhergestellt werden.

Das übergeordnete Ziel besteht in der Schaffung geschlossener und regenerativer Materialkreisläufe. Für die Verpackungsindustrie bedeutet dies einen Ansatz nach dem Prinzip „Reduce, Reuse, Recycle“, der neue Verpackungsstrukturen erfordert, mit denen die Nutzungsraten und die Recyclingfähigkeit von Materialien gesteigert werden.

Zirkuläre Geschäftsmodelle bieten eindeutig neue Formen der Wertschöpfung mit erheblichem wirtschaftlichem Potenzial. Als ein weltweit führender Hersteller von Druckfarben für Verpackungen und Etiketten setzt Siegwerk alles daran, den Wandel hin zu einer durch Kreislaufwirtschaft geprägten Verpackungsindustrie aktiv voranzutreiben. Zu diesem Zweck stellen wir spezielle Druckfarben und Lacke her, die zur Entwicklung neuer zirkulärer Verpackungslösungen beitragen.

Vor- und Nachteile von Verpackungen

Verpackungen gehören seit jeher zu unserem Leben dazu, und das wird sich auch nicht ändern. Aber das lineare Wirtschaftssystem, welches wir aktuell nutzen, verursacht zu viel Abfall, und Prognosen zeigen, dass es noch schlimmer werden wird. Das Prinzip von Verpackungen muss dringender denn je neu überdacht werden.

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Veröffentlichungen

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