Soziale Projekte

Verantwortung aus Tradition

Kolumbien - Siegwerk unterstützt mit dem Leuchtturmprojekt 2020 mehrere Projekte (Kolumbien)

2020 Leuchtturmprojekte

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Zusammenarbeit mit SOS-Kinderdörfer weltweit startet Siegwerk dieses Jahr ein neues Projekt in Mexiko. Außerdem werden die Programme in Indonesien und Kolumbien fortgeführt.

YouthCan! in Indonesien und Kolumbien

Die YouthCan! Beschäftigungs-Initiative der SOS-Kinderdörfer ist ein Programm, das junge Menschen fördert, die nicht mehr von ihren Eltern unterstützt werden oder Gefahr laufen, diese Unterstützung auf ihrem Weg zum Aufbau einer eigenen Karriere und eines selbstständigen Lebens zu verlieren. Siegwerk unterstützt weiterhin junge Erwachsene in Indonesien (nun im dritten Jahr), und in Kolumbien (im zweiten Jahr). Engagierte lokale Siegwerk-Mitarbeiter setzen sich persönlich für die berufliche Qualifizierung der Jugendlichen ein und übernehmen die Rolle als Vorbild, Trainer und Mentor.

In Kolumbien arbeitet Siegwerk ebenfalls mit anderen Sponsoren von YouthCan!, wie DHL, Thyssenkruppp und Mc Donald's, in Form von Mentor-Mentee-Programmen zusammen.

Das Labor der Träume

Im Jahr 2019 nahmen 60 junge Mütter erfolgreich am Projekt „Labor der Träume“ in Kolumbien teil. Die SOS-Kinderdörfer weltweit in Kolumbien unterstützen junge Mütter in ihrer Entwicklung und beim Erreichen ihres Schulabschlusses, sowie beim Absolvieren ihrer Mittelschulkurse als auch beim Erwerb relevanter beruflicher Fähigkeiten. Das Programm war so erfolgreich, dass Siegwerk Colombia seine Arbeit für neue und bestehende Teilnehmerinnen erweitert hat.

Beachten Sie auch unsere Projekte in Indonesien und Mexiko.


Durch Mentoren stark werden

Nelson Figueroa unterstützt einen SOS-Jugendlichen und bereitet ihn auf den Einstieg ins Berufsleben vor. Foto: Paula Jahn

Nelson Figueroa (Commercial Director bei Siegwerk Colombia) und der 16-jährigen Juan* sind ein tolles Team geworden. Der Mentor und sein Mentee, der einem SOS-Kinderdorf in Kolumbien lebt, erzählen von ihrem Austausch und ihren Erfahrungen. Gesunde Beziehungen bilden die Grundlage für die Fähigkeit eines jungen Menschen, Selbstwertgefühl und Vertrauen zu entwickeln. Für diejenigen, die diese Verbindung zu ihrer biologischen Familie nicht haben, kann Mentoring eine hilfreiche Alternative bieten.

Mentoring bereichert und erfüllt

"Junge Menschen sind ohne Zweifel die Zukunft jeder Gesellschaft. Und Kolumbien bildet da keine Ausnahme", sagt Figueroa. "Das Mentoring war so bereichernd und erfüllend. Die Dankbarkeit der jungen Menschen und die positiven Auswirkungen auf ihre Zukunft zu sehen, sind sehr motivierend", berichtet Figueroa und reflektiert seine Erfahrungen als Mentor. "Wissen und Freude zu teilen ist Balsam für die Seele."

Auch für den 16-jährigen Juan hat die Erfahrung als Mentee einen zutiefst positiven Einfluss auf sein Leben gebracht. "Ich habe mir viel Wissen angeeignet. Diese Erfahrung ermöglichte es mir, mich auf das zu konzentrieren, was ich tun und im Leben erreichen möchte", erzählt er. Juan sagt, dass er eine Reihe von Fähigkeiten entwickeln konnte, die ihm in Zukunft gewiss weiterhelfen werden. "Ich habe gelernt, wie man ein Produkt verkauft und wie man ein Interview führt. Daneben konnte ich Fähigkeiten im Bereich durchsetzungsfähige Kommunikation und Teamarbeit entwickeln".

Bei gemeinsamen Aktivitäten lernen sich Mentor und Mentee näher kennen und tauschen sich auch persönlich aus. Foto: Paula Jahn

Verbindung und Vertrauen schaffen

"Die Rolle meines Mentors ist die eines Freundes", sagt Juan. "Abgesehen vom Mentoring haben wir Gespräche geführt,  Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam Tischfußball gespielt. "Das Mentoring hat uns daher geholfen, einander besser als Menschen kennen zu lernen, und nicht nur als Mentor und Mentee", fügt Juan hinzu. Dabei ist es nicht immer einfach, eine stabile und sichere Beziehung zwischen zwei sich fremden und häufig sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten zu schaffen.

"Es war eine Herausforderung, Vertrauen zu den jungen Leuten aufzubauen", sagt Figueroa. "Gleichzeitig ist es sehr erfüllend, dieses Vertrauen zu erreichen", fügt er hinzu. "Dazu braucht es ein hohes Maß an Toleranz, Einfühlungsvermögen und Engagement“.

Juan findet, dass Umsicht, Respekt und gute Kommunikationsfähigkeiten entscheidende Eigenschaften für einen Mentor sind. "Die größten Qualitäten meines Mentors waren die Geduld, mir zuzuhören und mich zu verstehen", lobt Juan Herrn Figueroa.

Ein Beitrag für die Gesellschaft

Mentoring ist eine bereichernde Erfahrung sowohl für den Mentor als auch für den Mentee. Es verbessert nicht nur das Leben der jungen Menschen sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, sagt Figueroa. Abschließend führte er aus: „Wenn wir dazu beitragen können, Lebensqualität und Erfolgsaussichten auch nur eines Menschen zu verbessern, dann stärken wir damit die Gesellschaft insgesamt“. „Gesellschaft und Familie, das sind die Säulen unserer Zukunft“.

*Der Name wurde aus Datenschutzgründen geändert.