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Meilenstein: „Project STOP Muncar“ erreicht wirtschaftliche Autonomie und übergibt das Programm der Stadtverwaltung

Seit 2020 engagiert sich Siegwerk als strategischer Partner von „Project STOP“ für die Schaffung nachhaltiger Abfallmanagementsysteme in Indonesien, um die Verschmutzung der Umwelt durch Kunststoffabfälle einzudämmen. Nun konnte das Projekt im neuen Jahr einen wichtigen Meilenstein feiern: Die erste Städtepartnerschaft in Muncar im Regierungsbezirk Banyuwangi in Ostjava alle finanziellen, administrativen und technischen Ziele erreicht und damit bewiesen, dass öffentlich-private Partnerschaften entscheidend dazu beitragen können, den Eintrag von Abfällen und Kunststoffen in Umwelt und Meere nachhaltig zu verringern.

Im Jahr 2022 beginnt für Project STOP Muncar eine neue, autonome Phase, da es ab sofort ausschließlich von der Regierung des Bezirks und von der Gemeinde verwaltet wird.

Aktuell werden im Rahmen des Projekts regelmäßig Abfälle von 90.000 Menschen eingesammelt, die in zwei Materialverarbeitungsanlagen recycelt und kompostiert werden. Die Kosten für das gesamte System betragen 30 Dollar pro Tonne. Darüber hinaus hat das Programm eine zweistellige Gewinnmarge erzielt. Möglich machen das eine hohe Beteiligung der Bevölkerung (mehr als 90 Prozent der Haushalte) und die Zahlung von Abfallgebühren in Verbindung mit einem effizienten Betrieb.

Aufgrund dieses Erfolgs hat die Regierung von Banyuwangi darum gebeten, die Abfallentsorgung im Rahmen von Projekt STOP auf den gesamten Bezirk auszuweiten. Am 23. Dezember 2021 wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, die diesen ehrgeizigen Schritt offiziell macht. „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Project STOP und über die Möglichkeit, unsere Zusammenarbeit an einem umfassenden Abfallmanagement im Rahmen der Initiative Project STOP Banyuwangi anzupassen und weiterzuentwickeln. Denn das wirkt sich positiv auf die Wirtschaft, die Gesundheit der Bevölkerung und eine sichere Umwelt aus“, sagt Ipuk Fiestiandani, Oberhaupt des Regierungsbezirks Banyuwangi. „Ich hoffe, dass diese Partnerschaft unseren Bezirk bei der Einführung eines nachhaltigen Abfallmanagementsystems unterstützt. Denn so gelingt es, Umweltverschmutzung zu vermeiden, den Recyclinganteil zu erhöhen und der Bevölkerung soziale Vorteile zu bieten, die über den derzeitigen Ansatz der Stadt Muncar hinausreichen.“

Im Bezirk Banyuwangi fallen jeden Tag 850 Tonnen Abfall an, von denen pro Tag über 78 Prozent, also 666 Tonnen, falsch entsorgt werden. Verursacher sind vor allem Haushalte, die ihren Abfall verbrennen oder ihn in nahe gelegenen Flüssen oder in der Umwelt entsorgen. Project STOP wird in Zusammenarbeit mit der Regierung von Banyuwangi einen ehrgeizigen Masterplan für Feststoffabfälle im Bezirk umsetzen. Dieser wurde gemeinsam von mehreren Behörden in Banyuwangi, dem CLOCC-Programm und Project STOP entwickelt.

„Es war uns eine große Herzensangelegenheit, Project STOP ins Leben zu rufen und es gemeinsam mit unserem Partner SYSTEMIQ umzusetzen”, so Thomas Gangl, Geschäftsführer von Borealis. „Die Übergabe des ersten Städtepartnerschaftsprogramms an die Bezirksregierung erfüllt uns mit großer Freude. Denn es zeigt uns, dass wir alles es richtig gemacht haben: Das Programm ist gewachsen und hat wirtschaftliche Autonomie erreicht. Wir feiern diesen Meilenstein gemeinsam mit allen unseren Projektpartnern und freuen uns darauf, dieses wichtige Programm weiter auszubauen.“

Bis 2025 soll Project STOP seine volle Kapazität entfalten,  zwei Millionen Menschen mit der Sammlung von Abfällen erreichen und damit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten. Dabei werden künftig jährlich 230.000 Tonnen Abfall (25.000 Tonnen Kunststoff) gesammelt. Vom Zeitpunkt der Gründung von Project STOP Muncar im Jahr 2017 werden insgesamt 1.000 neue Vollzeitarbeitsplätze geschaffen.

Luhut Binsar Pandjaitan, der koordinierende Minister für maritime Angelegenheiten und Investitionen, erklärt: „Die Regierung und der Privatsektor müssen Hand in Hand arbeiten, um die Probleme der Abfallwirtschaft zu lösen – im Einklang mit dem Ziel der indonesischen Regierung, 70 Prozent des Meeresmülls bis 2025 zu reduzieren. Wir begrüßen die Anstrengungen und die Initiative der Regierung von Banyuwangi und von Projekt STOP, die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen und die Verschmutzung unserer Umwelt durch Plastikmüll zu stoppen.“

„Der Kampf gegen die Verschmutzung durch Abfälle, insbesondere Kunststoffabfälle, ist bekanntermaßen schwierig. Die Einführung neuer Abfallentsorgungssysteme kann an tausenden von Schwachpunkten scheitern. Muncar war unsere erste Herausforderung, gefolgt von Pasuruan und Jembrana. Ich bin sehr stolz auf das unerschütterliche Engagement, den Einsatz und die kreativen Problemlösungen unserer Regierungspartner und unseres Teams, die zu diesen beeindruckenden Ergebnissen und dem unglaublichen Meilenstein geführt haben, den wir heute feiern dürfen“, so Joi Danielson, SYSTEMIQ Partner - SE Asia. „Sie haben einen erfolgreichen Weg für Project STOP Banyuwangi und hoffentlich für noch viele andere Städtepartnerschaften aufgezeigt.“

Im Auditorium der des Regierungsbezirks Banyuwangi fand eine Übergabezeremonie statt, um die Autonomie von Muncar zu feiern. Die Veranstaltung war gleichzeitig der Auftakt für die Erweiterung des Projekts im Bezirk Banyuwangi. Wichtige lokale und internationale Akteure nahmen persönlich und online teil. Zu den Teilnehmenden gehörten zahlreiche Regierungsbeamte, darunter Vertreterinnen und Vertreter des koordinierenden Ministeriums für maritime Angelegenheiten und Investitionen, des Ministeriums für Umwelt und Forstwirtschaft, des norwegischen Außenministeriums, der Regierung von Banyuwangi, lokaler Organisationen, Dorfvorsteher, SYSTEMIQ, Borealis und Mitglieder des Projekt STOP-Teams. Dwi Handayani, Interimsleiter der Umweltbehörde in Banyuwangi, sagt: „Seit 2017 arbeiten wir mit Project STOP zusammen, um eine nachhaltige Abfallentsorgung zu ermöglichen und diese der Bevölkerung in Muncar zugänglich zu machen. Im Rahmen dieser Multi-Stakeholder-Partnerschaft in Banyuwangi werden wir uns alle gemeinsam dafür einsetzen, integrierte Abfallwirtschaftsziele für einen sauberen und gesunden Bezirk zu erreichen.“